Meine erste heilende Ayahuasca-Nacht – ein spiritueller Reisebericht


Unsere Gruppe bestand aus sechs wunderbaren Menschen. So wie die anderen Teilnehmer der Zeremonie hielt ich mein kleines Gläschen mit Ayahuasca mit beiden Händen vor meinem Herzen. Jeder von uns bat “Mutter Ayahuasca” auf seine ganz persönliche Art um Hilfe und Führung für unsere heilsame Reise.

Wir tranken gemeinsam die klebrige melasseartige Mischung, die aus dem Sud zweier südamerikanischer Urwald-Pflanzen stammte und eine hohe Konzentration von natürlichem DMT enthält. Entgegen meiner vorherigen Erwartungen schmeckte die schwarzbraune Flüssigkeit recht gut! Ich füllte das Glas noch zweimal mit Wasser, um auch den letzten Rest in mich aufzunehmen.

Ich hatte mich gut auf diese Reise vorbereitet

Die vorangegangene Woche ernährten wir uns vegan, ganz ohne industriell verarbeitete Lebensmittel. Wir verzichteten auf Zucker, alle “einfachen” Kohlenhydrate, die letzten Tage auch auf Gewürze. Wir lebten von grünen Smoothies und gedämpftem Bio-Gemüse mit etwas Quinoa, Linsen oder Kichererbsen.

Auch energetisch war ich bestens vorbereitet: Mit der Universal Energy Creations-Heiltechnik hatte ich zuvor meine Chakren gründlich gereinigt.

Nun spürte ich mein Herz klopfen. Natürlich war ich sehr nervös und gespannt auf das, was mich erwarten würde. Zuvor hatte ich einige Bücher und viele persönliche Erfahrungsberichte über Ayahuasca gelesen, um möglichst gut vorbereitet zu sein und um meine Angst vor dem Ungewissen in Grenzen zu halten.

Doch ich wusste natürlich genau, keine theoretischen Informationen konnten mich auf das vorbereiten, was jetzt beginnen sollte.

Der ganze Körper in energetischer Schwingung

Wir warteten andächtig auf erste Reaktionen, während im Hintergrund eine indische Musik mit einem Mantra spielte. Nach einer geschätzten Viertelstunde spürte ich eine erste Veränderung, ein sanftes und sehr angenehmes Kribbeln. Es fühlte sich an, als ob die Energie von La Medicina, wie Ayahuasca auch oft genannt wird, sich in meinem ganzen Körper bis in meine Arme, Hände und Fingerspitzen und in die Beine, Füße und Zehen ausbreitete.

Das Gefühl wurde von Minute zu Minute intensiver. Das Empfinden für meinen physischen Körper ging zurück, fast so, als ob mein Körper halbdurchlässig wurde. Dafür nahm das Bewusstsein für meinen energetischen Körper stark zu.

Das Kribbeln wurde zu einem starken Vibrieren. Ich hörte und spürte eine sehr schnelle elektrische Frequenz, die in mir arbeitete. Ein schnelles Klopfen und Zirpen und Wummern. Es fühlte sich an, als ob jede Zelle meines physischen Körpers auf die deutlich höhere Frequenz meines Energiekörpers abgeglichen wurde!

Vertrauensvoll ließ ich geschehen, was geschehen wollte und ergab mich diesem elektrisierenden Gefühl voll und ganz.

Knallbunte, psychodelische Welten aus dem tiefen Inneren

Und dann kamen die ersten Bilder. Mit geschlossenen Augen sah ich zunächst ein farbiges Wabern und Schwingen im Rhythmus der Musik. Die zunächst wirren Formen wurden allmählich zu merkwürdig aussehenden und grell leuchtenden Tier- und Pflanzenwesen, die sich kreisförmig wie in einem Amphitheater versammelt hatten und mit einer unglaublichen Freude und Hingabe zur Musik in unserem Raum tanzten und sangen.

Ich schwebte inmitten dieser freundlich wirkenden farbenfrohen Wesen und tanzte mit ihnen zusammen. Da waren knallgrüne Frösche und andere Amphibienwesen, riesige Blumen in allen Farben und Formen, viele lange, rankende Gewächse mit Augen statt Blättern. Alles war lebendig! Alles war voller Freude und Liebe und einer unglaublichen und unbeschreibbaren knallbunten Schönheit!

Meine Reise ging von einer Szene in die nächste und überall gab es neue kreisförmige Versammlungen. Die Wesen, die ich sah, wurden immer skurriler. Viele hatten nur ein Auge, insbesondere die vielen freudig tanzenden Pflanzen und Lianen. Wie in einer fraktalen Computer-Animation flog ich manchmal näher und näher an ein Wesen heran und dann fast schon hinein, bis es mich in eine neue Szene mit wieder ganz anderen organischen und lebendigen Formen zog.

Alles was ich hier sehen konnte, waren innere Anteile von mir selbst. Ich war überwältigt von dieser kreativen Lebendigkeit in mir. Überall in mir und um mich herum gab es nur pure Freude, Liebe und Lebenslust.

Am nächsten Morgen…

Wunderschöne Schatten-Anteile

Ich begann dann auch weniger schöne Wesen und sogar ausgesprochen hässliche Strukturen und Formen in den Bildern zu entdecken. Doch auch die hässlichsten unter ihnen tanzten zuckend und voller Freude und Liebe im gleichen Rhythmus, und ich erkannte eine alles übergreifende anmutige Schönheit in jedem einzelnen von ihnen.

Wenn dies also meine Schattenanteile sind, dann fällt es mir ganz leicht, sie alle mit vollem Herzen anzunehmen und zu lieben, denn jedes einzelne dieser Wesen zeigte mir seine ganz eigene (wenn auch oft sehr skurrile) persönliche Schönheit.

Die Bilder wurden intensiver, extremer und auch dunkler. Nicht bedrohlich, denn ich fühlte mich überaus geborgen und wohl. Einmal sah ich eine riesige fette Hummel oder Wespe, die direkt vor meinen Augen flog und sich herumdrehte, so dass ich ihren hässlich-schönen und tödlichen Stachel sehen konnte.

Es erschien ein riesiger Zeigefinger in meiner Szene, der genau auf diesen Stachel zeigte. Ich wusste, dass ich keine Angst haben musste. Dieses Wesen wollte mir nur die ergreifende Schönheit ihres Todesstachels zeigen. Es flog dann wieder davon und ich schwebte in die nächsten Szenen.

Ich sah dann auch Totenschädel und Knochen, die klappernd mit den anderen Tieren und Pflanzen tanzten. Und auch sie waren voller Freude und ich konnte sie ganz ohne Angst annehmen und ihre eigenartige Schönheit bewundern. Noch mehrmals sah ich den Zeigefinger und immer folgte ich in die weisende Richtung. Ich wollte alles sehen, was sich mir hier zeigen wollte.

Das heilsame Loslassen

Im Raum unserer Zeremonie übergab sich gerade der erste Gruppenteilnehmer in seine Spucktüte. Auch in mir brodelte sich etwas zusammen, denn dies ist ein wichtiger Teil der heilenden Reise mit Ayahuasca. Der Druck in meinem Inneren wurde stärker und meine Bilder spiegelten mir den Wunsch zum Loslassen.

Anstelle von Amphitheatern sah ich jetzt einen tiefen, schwarzen Tümpel in der Mitte und all die phantasievollen Tier- und Pflanzenwesen tanzten um den kleinen See herum. Die knallgrünen Frösche und bunten Blumen begannen zu spucken, ein Wesen nach dem anderen erbrach sich donnernd und röchelnd in das dunkle Wasser in ihrer Mitte.

Ich sah schleimige Substanzen in allen Farben und Formen, sie pulsierten und tropften und flossen zusammen in den dunklen See in der Mitte. Instinktiv spürte ich, dass es auch für mich Zeit wurde und hockte mich auf meinen Knien über meine Spucktüte.

Immer intensiver wurden die Bilder und immer größer der Wunsch zum Loslassen. “Wieviel möchtest du noch sehen, bis du loslassen kannst?” fragte eine Stimme in mir. In meinem Magen ballte sich ein gewaltiger und vibrierender Wirbelsturm zusammen. Dann geschah es endlich und ich konnte alles Dunkle und Hässlich-Schöne in mir zusammenziehen, nach oben drücken und hinaus aus meinem Körper spucken.

Was für eine Erlösung! Jetzt kehrte Ruhe und Frieden ein. Ich hatte meine innere Arbeit getan, blickte nochmals in meine Spucktüte und sah selbst dort eine unbeschreibliche Schönheit. Ich bedankte mich für die heilende Erfahrung und für das, was ich hier loslassen durfte, knotete meine Tüte zusammen und fand meinen Weg zum Abfalleimer im Raum.

Visuelle Musik in drei Dimensionen

Nun konnte ich mich friedlich auf meiner Matte hinlegen. Mir war ziemlich kalt und ich deckte mich mit drei Decken übereinander zu, schloss meine Augen und tauchte genussvoll ein in die wunderschön klingende Gitarrenmusik, die Marc, unser schamanischer Reiseleiter nun spielte, begleitet von seinem liebevollen Gesang.

Ich sah die Klangfarben und Klangwellen der Musik in drei Dimensionen und war wieder umgeben von den tanzenden und freudig-lustig hüpfenden Tier- und Pflanzenwesen, alles war schön, alles war gut und alles war voller Freude.

Neben mir im Raum nahm ich ein leises Schluchzen und Weinen von einem anderen Gruppenteilnehmer wahr. Ich wusste nicht, ob es Tränen aus Traurigkeit oder aus Freude waren, doch auch hier spürte ich eine überwältigende innere Schönheit dahinter.

Die Musik unseres schamanischen Reiseleiters riss mich mit, und mit meinen Fingern, Händen und Füßen klopfte ich kaum merklich zum Rhythmus. Das Empfinden für jede klitzekleine Bewegung wurde in meinem Inneren hundertfach verstärkt. Bei jedem Klopfen spürte ich einen gewaltigen Energiestoß, der meinen Körper verließ und Vibrationen in den ganzen Raum aussendete.

Für eine kurze Zeit kam es mir so vor, als ob ich riesige Elefantenfüße hätte, denn nur diese konnten schließlich solch einen energetischen Wumms machen!

Ich setzte mich wieder auf meine Matte und ließ meinen Oberkörper ganz sanft zur Musik kreisen, während ungehindert Tränen der Freude und Ekstase aus meinen Augen flossen. Meine neuen Freunde, die Tiere und Pflanzen in meinem Inneren, tanzten lachend mit mir zusammen.

Unsere Begleiter auf der Reise nach innen

Wer möchte noch etwas DMT?

Nach einer langen Zeit des genussvollen Erlebens wurden die Bilder ein wenig schwächer. Marc machte gerade eine Pause mit seiner Musik, ging zu jedem Gruppenteilnehmer, erkundigte sich nach seinem Befinden und fragte, ob er oder sie bereit ist für ein zweites Gläschen Ayahuasca.

Ich stimmte zu und erhielt weitere 15 Gramm der klebrigen Substanz, die ich nach einem kurzen inneren Gebet voller ehrfurchtsvoller Dankbarkeit in mich aufnahm. Rasch wurden die Bilder wieder intensiver und ich war wieder mitten drin in der bunten Spirit World.

Wiederum erbrach sich ein anderer Gruppenteilnehmer schon nach wenigen Minuten und half mir damit indirekt, schon bald den kraftvollen, energetischen Wogen in meinem Bauch zu folgen und auf erlösende Weise loszulassen, was losgelassen werden wollte.

Das heilende Gefühl der Befreiung

Ich fühlte mich nochmals friedvoller und befreiter und konnte mich wieder voll und ganz auf die inneren bunten Welten konzentrieren. Es gab so viel zu entdecken, ein riesiges Multiversum in meinem Inneren! So viel Kreativität, Milliarden unterschiedlichster Formen, Landschaften und Wesen.

Ich war so froh und dankbar, dies alles erleben und entdecken zu dürfen und wollte jede Szene so intensiv wie nur möglich wahrnehmen. Und immer wieder tauchten neue Freunde und neue Wesen auf, die mir ihre Freude und Liebe zeigten, während wir vergnügt zusammen tanzten.

So sehen also die Astralwelten aus, dachte ich – und sie sind gar nicht weit entfernt von unserer physischen Welt, sondern direkt in uns und überall um uns herum. In meinem physischen Leben bin ich schon auf fast allen Kontinenten gereist, doch diese bunten Welten waren vollkommen neu für mich. Und ich beschloss hier und jetzt, noch öfters zurückzukehren, um diese farbenfrohen Welten entdecken zu können.

Erst nach mehreren Stunden intensiven Erlebens wurden die Farben schwächer, bis ich nur noch in der Mitte meines Sichtfeldes etwas erkennen konnte. Ich bedankte mich nochmals bei meinen inneren Freunden und verabschiedete mich bei ihnen, bevor sie ganz verschwanden.

Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich auch jetzt noch Tränen in den Augen… Freudentränen! In dieser Nacht erkannte ich, was mir abhanden gekommen war im Leben. Ich war zufrieden, ich spürte viel Liebe und inneren Frieden, doch diese tiefe innere Freude, die fehlte mir. Sie war mir in den letzten Jahren irgendwie abhanden gekommen.

Und ich erkannte in dieser Nacht, wieviel Freude tief in meinem Inneren schlummerte. Sie ist da und wartet auf mich, ich brauche mich nur für sie zu öffnen! Ein wunderbarer erster Schritt auf dem Weg zur Heilung. Ich bin dir zutiefst dankbar, Mutter Ayahuasca!

Wenn du jetzt auch Interesse an einer heilenden Reise mit Ayahuasca hast, kann ich dir die monatlichen Zeremonien mit Marc auf Teneriffa wärmstens empfehlen. Hier ist seine Facebook-Seite (in englischer Sprache).

Im nächsten Teil meines Reiseberichts schreibe ich über meine persönlichen Erfahrungen aus der zweiten Nacht mit Ayahuasca, während der ich auch die Energie- und Heiltechnik UEC praktiziert habe – mit ganz erstaunlichen Ergebnissen!


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