Großes Theater: Verschiedene Sichtweisen (3)

Teil 3: Der Ruf

Dieser Dialog erschien zuerst in meinem Blog auf 22colors.de

Mensch A1 zu Mensch A2: Ich hab mal ein bisschen zugehört, wie sich die B-Menschen untereinander unterhalten…

A2: Und…?

A1: Für mich klang das jetzt nicht so gefährlich?

A2: Ha! Wenn du wüsstest! Die stellen unser gesamtes jahrhundertealtes Wissen in Frage! Also das Wissen, das wir uns in mühsamer Arbeit über viele Generationen angeeignet haben, für das viele Menschen ihr Leben lang studieren. Und es geht immer weiter mit dem Lernen… Es gibt so viel zu lernen! Die stellen sich mit ihrem Hochmut einfach darüber, stellen es alles in Frage mit ihren einfachen Schaumschlägererklärungen.

A1: Es klang für mich nicht so, dass sie das alles in Frage stellen?

A2: Bist du jetzt etwa einer von denen? Du glaubst doch nicht an ihr Sektengerede?

A1: Es macht mich nachdenklich. Und ich fühle da etwas. So ein leichtes Gespür, ein leises Lüftchen.

A3: Die sind gefährlich! Steht doch in der Zeitung, kannst du etwa nicht lesen? Dann mach den Fernseher an, dann kannst du es auch hören. Außerdem hat A2 gerade gesagt, dass sie auch furchtbar dumm sind, weil sie nicht an unser Wissen glauben.

A1: Tun sie das wirklich nicht?

A2: Weißt du was, geh doch zu denen, zu diesen stolzen „Erleuchteten“ oder „Aufgewachten“ oder wie immer sie sich gerade nennen. Überzeug dich selbst davon! Schau es dir an, solange du möchtest! Meinetwegen auch von verschiedenen Perspektiven.

A1: Meinst du wirklich…?

A2: Und dann kommst du zurück zu uns und wir schreiben einen schönen Artikel für unsere Zeitung! Darauf freue ich mich schon, weil ich schon jetzt genau weiß, was im Artikel drinstehen wird…

A1: Naja, du schreibst ihn ja auch.

A2: Unterstellst du mir etwa, dass ich dir nicht zuhören werde, wenn du mir dann berichtest? Du bist doch mein Freund. Aber da ich schon weiß, was du sagen wirst, FALLS du zurückkommst…

Dann weiß ich auch, was ich schreiben werde. So machen wir das auch in unserer Wissenschaft schon seit Jahrhunderten, das Konzept funktioniert, sage ich dir!

A1: Sich immer wieder selbst bestätigen?

A2: Na, wir nehmen, was wir uns bestätigt haben, verändern hier und dort eine Kleinigkeit, um dann immer weiter ins Detail zu schauen. So vervielfachen wir unser Wissen alle paar Jahre, und das sogar exponentiell.

A1: Aber immer innerhalb der Annahme, das wir nur an das glauben, was wir messen oder anderweitig begründen können.

A2: Genau. Ist doch auch logisch, oder nicht?

A3: Sowas von logisch!

A1: Hattest du nicht neulich in einem deiner Artikel etwas über die Forschung in CERN geschrieben? Ich habe gehört, die versuchen schon seit vielen Jahren, die Existenz anderer Dimensionen nachzuweisen.

A2: Und? Schon was gefunden? Siehst du! Also bleibt es wohl noch bis an unser Lebensende bei unseren drei Dimensionen. Alles andere wäre Esoterik.

A1: Können wir denn etwas finden, woran wir nicht glauben, weil wir es nicht messen oder begründen können?

A2: Na jetzt überspanne mal nicht meine Geduld, mein Freundchen…!

A1: War nur so ein Gedanke…

A2: Ach so. Dann lehn dich mit deinen Gedanken mal besser nicht so weit aus dem Fenster, kann ich nur sagen!

A1: Warum das denn?

A2: Wenn du dich zu laut über so etwas unterhälst, und das kommt irgendwie an die Öffentlichkeit, weißt du, dann ist ganz schnell deine gute Stellung weg. Aufmüpfer, Andersdenkende und Systemzweifler werden im allgemeinen nicht benötigt.

A3: Hast du nicht gehört, was mit A4 geschehen ist, als rauskam, dass er mit einem Mal fast schon so etwas glaubte wie diese Querulanten und Sonstwas-Leugner?

A2: Und der hatte eine richtig gute Stellung!

A1: Dann denken wir nicht anders, weil wir nicht anders denken dürfen? Oder weil wir nicht anders können?

A3: Querulant! Weg mit dir!

A2: Na, nun beruhigen wir uns doch alle mal wieder, ja?

A1: Also, ich gehe jetzt, und ich schaue mir das selbst einmal an! Ich möchte herausbekommen, wie diese B-Menschen leben, was sie denken, und warum sie so denken. Ich mache mich zum Versuchshamster, und du schreibst dann darüber etwas in deiner Zeitung, B2?

A2: Abgemacht, mein Lieber! Und pass mir gut auf dich auf, ja? Lass dir bloß nicht das Gehirn waschen, klar?

A3: Hör auf das, was er sagt!

A1: Ja, ja, macht euch keine Sorgen um mich! Ich bin einer von euch. Ich glaube nur an das, was ich auch selbst sehen, hören, riechen, schmecken oder fühlen kann.

A2: Hast du gerade Fühlen gesagt?

A1: Naja, ich glaube an alles, was ich mit meinen eigenen fünf Sinnesorganen wahrnehmen kann. Warum?

A2: Na, dann ist ja gut.

A3: Ich hab auch Fühlen gehört…

A2: Ja mit dem Fühlen musst du aufpassen, wenn du zu den Schaumschläger-Sektenleuten gehst. Die erzählen dir da irgendwas vom feinstofflichen Fühlen, das eng an die menschlichen Emotionsenergien gekoppelt ist, oder so etwas in der Richtung.

A1: Du kennst dich mit so etwas aus?

A2: Nein, ich habe nur vor vielen Jahren mal etwas in der Richtung gelesen. War ganz spannend, aber leider alles nur einer guten Phantasie entsprungen. Es fühlte sich aber eine Zeitlang richtig wohlig an. Diese schönen Erklärungen, die sie für alles haben! Nur können sie ja nie etwas beweisen, dass ist leider ihr großes Problem…

A3: Sie können es nicht messen. Oder nur manchmal. Und dann wieder nicht. Und dann reden sie sich raus, da würden die Energien nicht stimmen oder so´n Quatsch. Hab ich auch mal was drüber gelesen!

A1: Alles klar, ich passe gut auf mich auf. Und ich vertraue nur mir selbst. Uh, darf ich das so sagen?

A2: Los, zisch schon ab zu den Eso-Freaks! Bin gespannt, ob du dich hier nochmal zurücktraust..

A1: Warum?

A2: Na, wie gesagt, du bist nicht der erste, der mir abhanden gekommen ist in meinem Leben. Es ist ein Jammer! Manchmal sind es nur irgendwelche Bekannten von irgendwem. Manchmal auch die eigenen Freunde. Sie wandern einfach zum anderen Glauben über. Unfassbar!

A3: So, wie man sie vorher NIE eingeschätzt hätte!

A1: Also ich verspreche euch, ich komme zurück und berichte von dem, was ich wahrgenommen habe.

(Händeschütteln zum Abschied.)

(Fortsetzung folgt!)

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