Großes Theater: Verschiedene Sichtweisen (2)

Teil 2: Eyes Wide Shut

Zuerst veröffentlicht in meinem 22colors-Blog.

In diesem mehrteiligen Dialog ging es bisher um das Nicht-Sehen-Können und Nicht-Sehen-Wollen anderer Perspektiven, wenn das eigene Weltbild zwar genauso wie bei jedem bewussten Lebewesen bis zum Rande des Bewusstseinshorizonts ausgefüllt, aber durch den Glauben an starre, schachtelförmige Regeln nicht mehr erweitert werden kann.

Hier ist Teil Eins: Großes Theater: Verschiedene Sichtweisen

Mensch B1 zu Mensch B2: Verstehst du das…?

B2: Ja.

B1: …? Und…?

B2: Abwarten und Tee trinken.

B1: Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Hast du keine Angst vor denen? Die wollen uns an den Kragen.

B2: Dann hat sich ja nicht viel verändert, nicht wahr? Alles beim Alten. Wir haben uns doch längst daran gewöhnt.

B1: Ja, irgendwie schon.

B2: Darum warten wir ab, trinken Tee und lassen weiterhin hier und dort unsere kleinen Botschaften anklingen, dass die bunte Welt der verschiedenen Perspektiven noch viel größer ist als sich das jemals irgendjemand vorstellen könnte.

B1: Macht das denn überhaupt Sinn, wenn die A-Menschen nicht wirklich empathisch zuhören möchten und gleich automatisch wie bei einer geistigen Immunreaktion alles abstreiten?

B2: Wir trinken geruhsam unseren Tee und sprechen weiter von unseren Erfahrungen und Perspektiven. Ja, es macht Sinn. Es bleibt in Erinnerung. Wenn tausende von Seelen tausende kleiner Botschaften geben, jeden Tag und immer wieder neu…

Irgendwann kann eine Seele das nicht mehr übersehen, so sehr sich das eigene Mondbewusstsein (Unterbewusstsein) auch dagegen anstemmen möchte.

Irgendwann knackt die Schale. Der Schatten möchte raus. Dann erwacht wieder einer. Der eine politisch, der andere gesellschaftlich, wieder einer findet seine Naturverbundenheit zurück,… Viele erwachen auch jeden Tag aufs Neue, wir nennen sie: Spirituelle.

B1: Das war jetzt unfair.

B2: Warum?

B1: Ich wollte dich gerade fragen: Was bedeutet für dich „Erwachen“? Aber du hast es bereits beantwortet, glaube ich.

B2: Ja, es ist natürlich kein einmaliges Erlebnis, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der niemals endet. Es ist die ganz natürliche Evolution unseres Jahrmillionen „alten“ Bewusstseins.

B1: Ja, das fühlt sich für mich stimmig an, so erlebe ich es selbst auch…

B2: Und dann kommt immer wieder eine neue Schale, eine neue Denkschachtel, die wir uns selbst aufbauen. Das liegt in der Natur unseres Bewusstseins. Wir möchten uns gut zurechtfinden, also ordnen wir es. So geht das Aufknacken der Schalen und das eigene Erwachen immer weiter und weiter, ein stetiger Prozess.

Darf ich dich auch mal was fragen, Mensch B1?

B1: Na klar, sehr gern.

B2: Hast du auch manchmal das Gefühl, je weiter du aufwachst mit deinem Bewusstsein, desto unverständlicher wirst du für manche Menschen?

B1: Ah, ja! Das kenne ich! Keiner versteht einen noch. Und wenn sich dann die inneren Schatten eines anderen Menschen an unserer Spiegelwand zeigen, dann triggert es bei ihnen wieder irgendetwas…

B2: Ja, genau. Ich sehe, wir sind gut verbunden. Ich habe darüber nachgedacht, ob das eine natürliche Erfindung der Evolution ist, die automatisch abläuft. Die Erwachenden, also wir alle, triggern uns ständig, ob wir es wollen oder nicht. Es gibt oft Missverständnisse.

Die Schatten zeigen sich, möchten gesehen werden. Die Seele bekommt die Wahl: Liebevoll annehmen oder doch lieber Verdrängen und Wegschieben?

Es ist ein natürlicher Prozess, der da stattfindet. Finde ich sehr erstaunlich, überaus erstaunlich! Wie Blumen, die sich selbst immer wieder gegenseitig mit einer Gießkanne Wasser zu mehr Wachstum anregen…

B1: Das macht Sinn! Wir helfen uns zusammen, wir regen unser gemeinsames Wachstum an, indem wir uns immer wieder gegenseitig triggern. Das erklärt auch viele Beziehungsprobleme. Der Trick ist eigentlich nur, bei dieser Reise immer gemeinsam weiterzuwachsen.

B2: Weil wachstumsförderliche Beziehungen gut für unser eigenes Wachstum sind…

B1: Und was machen wir jetzt mit den kleineren Eingeschachtelten? Dürfen wir das so sagen? Also auch, wenn jeder ein Eingeschachtelter ist?

B2: Mit der Erklärung dabei könnte man das vielleicht so sagen, ohne dabei irgendjemand auf den Schlipps zu treten. Sollen wir noch etwas Tee nachkochen, was meinst du?

B1: Hier, sie schießen schon wieder mit ihren Meinungsbildern. Gestern wieder in der Zeitung, hier, willst du lesen…?

B2: Nein, danke. Ich bin es leid geworden. Es macht mich traurig, so etwas zu lesen. Das muss wohl so eine Art Gegenreaktion auf den auf der anderen Seite gefühlten Hochmut gegen uns sein!

B1: Aber das ist doch tägliche Verleumdung, was die da immer schreiben, manchmal richtig widerlich zu lesen… Hier, musst du dir mal ansehen!

B2: Lass sie schießen. Es sind die Kriege des Bewusstseins, die wir miteinander austragen. Die Waffen haben sich geändert. Kein Stein mehr, kein Metall, kein Schrot… Jetzt ist es „nur“ noch unser Bewusstsein, das gegeneinander kämpft.

B1: Wir sind im Krieg?

B2: In einem Meinungs- und Bewusstseinskrieg, ja. Mit Irreführungen von vielen unterschiedlichen Seiten und allem Dreckigen und Verwirrendem, was eben so dazu gehört.

B1: Aber warte mal, dann sind wir ja…

B2: Wir sind die Rebellen, können wir wohl so sagen, ja. Wir sind die teetrinkenden Bewusstseinsrebellen, die anders als das allgemeine Bewusstseinskollektiv sind. Die, die annehmen und verzeihen und einfach noch einen Tee trinken. Wir warten ab, und wir werden sehen…

B1: Bewusstsein erwacht ganz von selbst. Überall auf der Welt!

B2: Ja, es werden immer weniger von den A-Menschen, scheinbar von selbst. Die Evolution ist nicht aufzuhalten. Wir wachen alle auf, eine Seele nach der anderen, immer wieder und wieder und wieder.

B1: Wir wachen und wir wachsen zusammen auf.

B2: Wir werden er-wachsen. Wir übernehmen mehr Verantwortung für uns selbst und erhalten im Gegenzug mehr Freiheiten und Möglichkeiten. Gaia antwortet uns, according to our needs.

B1: Bleibt nur noch die große Frage… ?

B2: Jetzt bin ich gespannt!

B1: Wie kommunizieren wir mit unseren Liebsten, mit unseren alten Freunden und mit den Verwandten, wenn diese in eine andere Richtung weiterwachsen als wir und sich dabei immer weiter entfernen?

B2: Manchmal geschieht das sogar unter besten Freunden und in den besten Beziehungen. Das ist eine gute Frage, mein Lieber. Lass mich darüber nachdenken. Mir ist da gerade das Bild eines Bewusstseinsbaums in den Sinn gekommen. Vielleicht hilft das bei der Suche nach einer Antwort. Und ich glaube, ich frage auch mal unseren Freund, den Maulwurf!

Hier geht es weiter: Großes Theater: Verschiedene Sichtweisen (3)

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