Über „Drogen“, „Genussmittel“ und „plant medicine“

Welche inneren Bilder erscheinen dir, wenn du das Wort Droge hörst oder liest? Besonders im deutschen Sprachraum wird das Wort in unserer kollektiven Wahrnehmung konträr zu seiner Ursprungsbedeutung erfahren.

Bei den meisten Menschen kommen beim Wort Droge sofort mentale Programmierungen auf: meist irgendwelche chemisch gewonnene, weiße, mehl- oder zuckerartige Pülverchen, sie sind verboten und gefährlich und machen körperlich süchtig. Sofern wir unseren Blick nicht längst vor solchen Bildern abgewandt haben, sehen wir es tagtäglich in all den Spielfilmen, Serien und Nachrichten.

Keine Macht den Drogen, nicht wahr?

Dabei bedeutet dieses von uns negativ bewertete Wort etwas Gutes, genauer gesagt, genau das Gegenteil von der Bedeutung, die wir dem Wort gegeben haben. Drogen sind eigentlich: „haltbar gemachte Teile von Pflanzen, Pilzen und Tieren“.

Die Gesellschaft konsumiert keine Drogen, das schickt sich nicht. Stattdessen haben wir unsere sogenannten Genussmittel (Zucker, Weißmehlprodukte, Koffein, Nikotin, Alkohol,…). Die meisten nach diesen Substanzen süchtigen Menschen sind der festen Überzeugung, sie würden keine Drogen nehmen, NIEMALS!

Dabei sind diese Menschen von ihren täglich konsumierten Substanzen oft bereits ihr halbes oder ganzes Leben lang hochgradrig körperlich süchtig. Ein körperlich süchtiger Mensch kann sich jedoch nicht eingestehen (nicht verzeihen?), von einer Droge süchtig zu sein, dass ist ein entscheidender Teil der Suchtwirkung.

Und jetzt passt unser Bild von den Drogen auf einmal, wie weiter oben geschrieben: „irgendwelche chemisch gewonnene, weiße, mehl- oder zuckerartige Pülverchen, sie sind verboten und gefährlich und machen körperlich süchtig“.

Nun ja, verboten sind diese Substanzen nicht.

Und solange wir sie plakativ an jeder Straßenecke anbieten, wird die Welt bei ihren Drogen bleiben. Weil es dann normal ist, körperlich süchtig zu sein. Und was normal ist, kann ja nicht so gefährlich sein, oder?

Die gleichen Menschen denken meist auch, dass jahrtausendlang genutzte schamanische Heilpflanzen wie Ayahuasca und Cannabis, oder auch magic mushrooms Drogen wären – was sie im Ursprungssinne tatsächlich auch sind, nämlich „haltbar gemachte Teile von Pflanzen oder Pilzen“.

Körperlich süchtig machen die gerade genannten pflanzlichen Substanzen nicht. Gefährlich sind sie nur für die gänzlich Unerfahrenen und die, die (noch) nicht im Herzen sind. Hier braucht es die liebevolle Führung eines kundigen schamanischen Begleiters.

Wählen wir unsere Lehrer weise!

Ich finde es wunderbar, dass der SRF vor einer geldhungrigen Organisation warnt, denn Möchtegern-Schamanen und teure Preise, das passt meist nicht so gut zusammen. Mir wurden auch bereits einige sehr unschöne Geschichten über diese Organisation berichtet.

Schade ist nur, dass der SRF nicht gleichzeitig auch über die möglichen inneren Heilerlebnisse mit Ayahuasca berichtet, wenn die inneren Reisen von einem erfahrenen und herzensbetonten Schamanen begleitet werden.

So habe ich zum Beispiel meine eigenen körperlichen Süchte ablegen können, ohne dass dies meine gesetzte Intention gewesen war: Nach den ersten zwei schamanischen Zeremonien vor einigen Jahren hatte ich so gut wie kein Bedürfnis mehr nach Alkohol. Nach zwei weiteren Zeremonien ein Jahr später verlor ich jeglichen Schmacht nach Zucker- und Weißmehlprodukten.

Doch die Medien schrecken leider nur ab, sie schüren unsere Ängste, aber sie helfen (noch?) nicht mit, wo sie Gutes zeigen und bewirken könnten.

Und dann wundern wir uns, dass die meisten Menschen in unseren „modernen“ Ländern hauptsächlich an den Spätfolgen ihrer im Leben konsumierten Drogen sterben?

Wir konsumieren also täglich etwas Gefährliches, was körperlich süchtig macht, nennen es Genussmittel, und veräppeln sogar noch die Bio-Liebhaber, indem wir ihnen suggerieren, „Agavendicksaft“ wäre gesünder als weißer Zucker und würde nicht körperlich abhängig machen.

Stattdessen bewerten wir natürlich heilsame Pflanzen- und Pilzsubstanzen als „gefährlich und verboten“. Damit wir einen Schwarzen Peter und ein Feindbild im Kopf haben und uns gegen Menschen empören können, die irgendwelche Substanzen zu sich nehmen, zeigen wir ihnen Bilder von kranken oder brutalen Menschen, die allerlei weiße Pulversorten produzieren oder konsumieren, die wir ebenfalls „Drogen“ nennen.

Es sind die Menschen, die eine glasierte Mohnschnecke essen und dazu einen Kaffee trinken, die sich gar nicht vorstellen können, dass bestimmte verunglimpfte, natürliche, pflanzliche Substanzen eine viel bessere und heilsamere Wirkung haben könnten als die im gleichen Moment konsumierten Drogen. Ich darf das schreiben, weil ich selbst mal so einer war. 🙂

In internationalen spirituellen Kreisen werden bewusstseinserweiternde pflanzliche Substanzen meist mit dem Wörtern „plant teacher“ oder „plant medicine“ zusammengefasst. Das Verständnis, dass hiermit nicht nur getrocknete Melissenblätter gemeint sind, wird allgemein vorausgesetzt.

Wählen wir unsere Lehrer weise, und besser die, die uns nicht körperlich süchtig machen.


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