Ablenkungen vom ewigen JETZT

Wer schon mal versucht hat, im Traum bewusst zu werden (also: luzid zu träumen), weiß, wie viel Energie, Aufmerksamkeit und auch Fleiß das Üben und Experimentieren benötigt, bis man es dann endlich schafft und sich in der Traumwelt völlig frei fühlen kann.

Ich kann nur sagen, es ist immer wieder ein wunderschönes Erlebnis und lohnt auf jeden Fall die Anstrengung.

Aber warum ist es so schwierig? Es scheint da beinahe so einen unsichtbaren und sehr wirkungsvollen Mechanismus zu geben, der uns davon abhält, unser Mondbewusstsein (oder: Unterbewusstsein) mit dem Sonnenbewusstsein (unserem rational-logischen Tagesbewusstsein) zu vereinen, um so in einen überbewussten Zustand zu gelangen.

Manchmal hat man sogar gerade so eine merkwürdige Unstimmigkeit im Traum gefunden und der Beweis liegt direkt vor einem: Was da gerade geschehen ist, ist so unglaublich, es kann nur ein Traum sein!

Und dann geschieht in der fortlaufenden Geschichte der eigenen Traumwelt etwas anderes, man lässt sich ablenken. Sofort ist man wieder mitten drin in der unbewussten Welt und lässt sich wie eine Marionette von einem Traumgeschehen zum nächsten leiten.

Das Überbewusste verschwindet und das Mondbewusstsein übernimmt wieder die Kontrolle. Wir fühlen uns passiv, denn das Sonnenbewusstsein hat nichts mehr zu sagen und zu melden.

Wir haben dann vergessen, dass wir eigentlich völlig frei entscheiden könnten, von wem oder was wir gerade träumen und in welcher Umgebung wir dies gerne erleben möchten.

Manchmal fühlt sich das Träumen sogar ein bisschen so an, als ob ein schauspielender Doppelgänger von uns eine von selbst ablaufende Geschichte durchläuft.

Wir schauen der Person einfach dabei zu und beobachten, wie der Schauspieler in gewissen Situationen reagiert.

Wenn wir dann morgens aufwachen, haben wir den Traum oft bereits innerhalb von Millisekunden wieder vergessen, sofern wir es nicht geübt haben, unseren Träumen eine größere Aufmerksamkeit zu schenken.

Ist dieser Mechanismus des Vergessens eine Verführung des Bewusstseins? Sollte diese Welt für einen am besten im ewig Verborgenen bleiben?

Oder lassen wir uns einfach viel zu schnell von Dingen ablenken?

Wir zweifeln und vergessen dann, dass wir mit unserem freien Willen einen Einfluss darüber haben, ob wir uns von unserem Mondbewusstsein dirigieren lassen, oder ob wir uns stattdessen lieber mit Hilfe unseres Überbewusstseins selbst ans Steuer setzen und die Kontrolle übernehmen.

Tagsüber ist es nicht anders

Entweder nehmen wir den Moment der ewigen Gegenwart mit allen unseren Sinnen, unserer vollsten Aufmerksamkeit und gleichzeitig mit einer klar spürbaren Verbindung zu unserem tiefsten Inneren und der Welt um uns herum wahr. Dies könnte man auch luzides oder überbewusstes Leben nennen.

Oder wir geben ein Stück weit die Kontrolle ab, zum Beispiel an unser logisch-rationales Sonnenbewusstsein. Dann verlieren wir uns mit unserem Verstand beispielsweise in den Details in einer Unterhaltung oder wir folgen so konzentriert dem Geschehen auf dem Fernseher, dass wir alles andere dabei vergessen.

Stattdessen können wir die Kontrolle auch an unser Mondbewusstsein abgeben. Das geschieht zum Beispiel beim Tagträumen oder auch während jeder passiv durchgeführten Gewohnheits- oder Routinehandlung.

Doch die Entscheidung liegt immer bei uns, ob wir unser Geschehen bewusst und hellwach oder lieber unbewusst und automatisiert erleben möchten.

Wir können zum Beispiel völlig frei entscheiden, ob wir uns lieber Zeit für unser Essen nehmen und jeden Bissen so richtig hellwach genießen und in Dankbarkeit erspüren wollen…

Oder ob wir uns stattdessen vor den Fernseher setzen und uns somit von unserer eigentlich sehr wichtigen Handlung der bewussten Nahrungsaufnahme von einem Film oder einer Serie ablenken lassen.

Hier schreibe ich natürlich aus eigener Erfahrung. Wenn man in solch einer unbewussten und auf mehreren Ebenen ungesunden Gewohnheit steckt, versteht man gar nicht, was daran so schlimm sein soll.

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Es gibt kein Gestern und kein Morgen

Die Vorstellung vom linearen Ablauf der Zeit ist nur ein Konstrukt, damit wir uns in dieser Welt besser zurechtfinden.

In Wirklichkeit gibt es nur das immerwährende, ewige Jetzt

In jedem Moment deines Lebens triffst du eine wichtige Entscheidung: Wie bewusst möchtest du dein Jetzt erleben? Ist es dir egal, und du lässt entweder dein Sonnen- oder dein Mondbewusstsein über den Fortlauf der Geschichte entscheiden?

Oder möchtest du dich in diesem Moment mit deinem tiefsten Inneren und mit Allem was Ist vollkommen verbunden spüren, dabei den jetztigen Moment so intensiv und sinnlich wie nur irgendwie möglich erleben?

Wenn du dich soweit wie nur irgend möglich und auf allen Ebenen empfangend öffnen kannst und gleichzeitig dabei deinen Verstand und deine Logik auf ein klares Ziel gerichtet hast, dann agierst du aus dem Zustand des Überbewusstseins, der Vereinigung von Mond- und Sonnenbewusstsein.

Das Überbewusstsein gibt es natürlich in vielen Abstufungen. Je mehr und je intensiver du diese innere Hochzeit deiner beiden Bewusstseinsarten zelebrierst, desto höhere Ebenen wirst du mit deinem Überbewusstsein erreichen können.

Wie oben, so unten, wie innen, so außen

Nachts kannst du während des luziden Träumens je nach innerer Wachheit viele unterschiedliche Stufen des freien Schaffens erreichen.

Tagsüber geht es genauso: Je höher das Niveau deines Überbewusstseins, desto besser auch deine aktuellen Fähigkeiten des energetischen Heilens und kreativen Schöpfens in dieser materiellen Welt.

Auch deine Verbindung zu deinem Höheren Selbst wird mit höheren Stufen des Überbewusstseins immer intensiver und klarer.

So kannst du dich auf deinem spirituellen Entwicklungsweg immer besser von deiner inneren Göttin und deinem inneren Gott führen und leiten lassen.

Sie können für dich Signale und kleine Wunder in der materiellen Welt entstehen lassen, aneinandergekettete Synchronizitäten, wie eine Spur aus Brotkrumen, der du ganz leicht folgen kannst.

Oder du kannst dich vom Geschehen um dich herum ablenken und einlullen lassen und dabei die ewige Gegenwart sowie deine Verbindung zwischen der Welt und dir selbst wieder vergessen. Das Leben ist dann ein bisschen wie ein halbautomatisches Marionettenspiel.

Wie möchtest du dein Jetzt erfahren und worauf möchtest du deine Aufmerksamkeit richten?

Das entscheidest du…

Jetzt, und in jedem Augenblick deines Lebens wieder neu.

 


 

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